Fotos: Gerhard Weiss / http://photography.g-weiss.com/

Eine Schaukelbad der Gefühle mussten die Kundler Eishockeyfreunde im Heimspiel über sich ergehen lassen. Wohlwissend, dass alle nun anstehenden Punktspiele sprichwörtliche Endspiele für den Einzug ins Play-Off sind, kamen unsere Jungs in der Anfangsphase nie ins Spiel und konnten in keiner Weise an den vorangegangen Sieg gegen die Haie anschließen. Dabei ließen die EHCler so alles vermissen, was aber eigentlich zum Gewinnen von Nöten wäre.

Mit zusätzlich unnötigen Strafen wurde es den Wattener noch leichter gemacht, die sich dann über einen ein Tor Vorsprung im ersten Drittel freuen durften. Nicht weniger erfolgreich der Start ins Mitteldrittel. Nach wie vor kein großes Aufbäumen in Sicht. Dies wurde von den Gästen, die sich über die teilweise Unbeholfenheit der Hausherren freuen durften, dankend angenommen und erzielten sogar per Shorthander die 0:2 Führung. Der Weckruf für eine Aufholjagd in der Kundler Eisarena? Mit mehr Zug und Schwung die Crocodiles nun in Richtung Penguins Tor unterwegs. Zählbares zu diesem Zeitpunkt noch Mangelware.

In den noch letzten verbleibenden 20 Spielminuten dann doch jene Kundler Mannschaft, die man sich schon zu Spielbeginn gewünscht hätte. Das Spiel bestimmen, den Gegner beschäftigen und zu Fehlern zwingen. Endlich mit aller Macht den Gästetorhüter bezwingen, dies der Marschplan unserer Truppe. In der 52. Minute wurde erstmals der Lohn der Mühen eingefahren und der 1:2-Anschlusstreffer durch Fabio Schramm erzielt. Die Moral und der Wille durch dieses Tor nun gestärkt und der Gegner wurde in die Zange genommen. Nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer ertönte in der 54. Minute erneut das Kundler Torhorn. Tom Müller durfte sich nach seinem Tor zum 2:2 zurecht von seinen Mitspielern feiern lassen.  Einige gute Einschussmöglichkeiten brachten in den noch verbleibenden Minuten keine Entscheidung mehr – eine Verlängerung musste also über Sieg und Niederlage entscheiden.

Den sprichwörtlichen Deckel draufmachen durfte dann in einer verrückten Begegnung Maxi Agerer, der in der vierten Minute der Overtime den Kundler Sieg fixieren konnte. Totgesagte leben (anscheinend) länger. Gratulation zu den hart erkämpften Punkten.

Tore: Schramm, Müller und Agerer bzw. Frischmann und Sturm

#wirsinddiecrocodiles

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