Fotos: Gerhard Weiss / http://photography.g-weiss.com/

Vor leeren Rängen und in Zeiten des vierten Lockdowns fand gestern das Derby gegen Kufstein in der Kundler Eisarena statt. Beim Blick in das Eishockeyoval herrschte jedoch, weil behördlich angeordnet, gähnende Leere. Nichts zu sehen von guter Derbystimmung und dem Gefühl, dass beim Aufeinandertreffen gegen den Dauerrivalen die geilste Eishockeyzeit der Saison gekommen ist. Jedoch dürfen sich alle Fans, welchen der Eintritt gestern verwahrt blieb, damit trösten, wenig bis nicht viel versäumt zu haben.

Beide Teams ersatzgeschwächt

In einer an Höhepunkten armen Meisterschaftsbegegnung gelang es den Kundlern zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf den Gegner zu bekommen. Fehlende Kaltschnäuzigkeit und Esprit, kaum vorhandenes Körperspiel und/oder auch der fehlende Wille, den Gegner mit einfachen Mitteln und Kampf in die Knie zu zwingen, dies die ständigen Begleiter während dieses Abends. Augenscheinlich auch die Tatsache, dass man seit Wochen mit vielen Ausfällen hart zu kämpfen hat. Beim Blick auf die gegnerische Kaderliste war jedoch auch aufgefallen, dass diese ebenfalls stark gehandikapt angetreten waren. Somit erlebten die wenig erlaubten Offiziellen mäßiges erstes Drittel. Die wenig erspielten Kundler Chancen wurden entweder zu wenig effektiv zu Ende gespielt oder fanden durch ungenaues Ab- bzw. Zusammenspiel in der Kufsteiner Abwehr ihren Meister. Die wenigen, aber schnellen Gegenangriffe des Gegners, eine sichere Beute von Kundl Torhüter Sparr, der an diesem Abend eine solide Leistung bot und in einigen Spielmomenten mit tollen Paraden zu überzeugen wusste. In der 14. Minute war auch er dann chancenlos, als die Dragons einen dieser schnellen Konter zur Führung abschlossen. Mit diesem Ein-Tore-Rückstand wurden erstmals die Seiten gewechselt.

Mehr Chancen im zweiten und dritten Drittel

Im zweiten Abschnitt eine ähnliche Optik. Beide Teams im Spielaufbau sehr fehleranfällig. Durch Fehler des Gegners ergaben sich jedoch auch für unsere Mannschaft einige Chancen. Tore durften jedoch auf beiden Seiten keine bejubelt werden. Somit ging es mit diesem knappen Rückstand in die letzte Pause.

Den Ausgleichstreffer erzielen und dem Spiel eine Wende geben, dies das Vorhaben der EHCler. Jedoch konnten an diesem Freitag sogar die besten Tormöglichkeiten nicht im gegnerischen Tor untergebracht werden. Selbst als Fabian Hechenberger alleine vor dem Tor der Gäste auftauchte, blieb der Torjubel aus. So kam es wie es in solchen Momenten und Tagen kommen muss. Beim Versuch mit einem Mann mehr noch das Ruder herumzureißen, kamen die Kufsteiner zum 0:2 durch einen Treffer ins leere Crocodiles Tor.

Somit herrschte am Ende einer wenig atemberaubenden Begegnung Ratlosigkeit und die eingangs erwähnte Leere nach einem schwachen Kundler Auftritt.

Unsere # 18 Tobias Haid blickt trotz der Derby-Niederlage positiv in die Zukunft.

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