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Fotos: Gerhard Weiß – GW Photography

Ein tolles und spannendes Derby bekamen die zahlreichen Eishockeyfans im gestrigen vierten und letzten Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit zu sehen. Dass am Ende das Spiel leider mit 3:5 verloren ging, darf zu recht in die Kategorie „unglücklich“ abgetan werden. Als vermeintlich besseres Team den Gegner voll gefordert zu haben, mag ein kleiner Trost sein, jedoch lässt sich zumindest auf diese Leistung aufbauen.

Mit einer 15 minütigen Verspätung und mit einer halbstündigen Pause zwischen Warm-Up und Anpfiff beging mit kalten Beinen die gestrige Begegnung. Nach dem üblichen Abtasten ergab sich ein flottes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Ein Doppelausschluss in der 17. Minute gegen den EHC sorgte für mächtig Stress im Drittel der Crocodiles. Mit vereinten Kräften und tollem Einsatz konnte diese Strafe schadlos überstanden werden – somit ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die erste Drittelpause.

Großes Entsetzen dann in der 22. Spielminute, als eine harmlose Bogenlampe der Kufsteiner auf das Kundler Tor unglücklich abgefälscht wurde und zum 0:1 im Tor zappelte.  Wenig beeindruckt die Crocodiles, die sich durch diesen Rückschlag nicht beirren ließen und mit schönen Offensivchancen dagegen hielten. Der verdiente Ausgleich in der 29. Minute durch Sebastian Schild, der im 5:3-Überzahlspiel nach Doppelausschluss gegen Kufstein mit vereinten Kräften einnetzen konnte. Weitere Topchancen der Kundler wurden ausgelassen und die sprichwörtliche Strafe folgte prompt und noch knapp vor der erneuten Pausensirene, als die  Hausherren im Powerplay auf 2:1 stellen konnten.

Mit breiten Schultern und der Zuversicht dieses Spiel im letzten Abschnitt zu drehen die Crocodiles am Weg von der Kabine auf die Eisfläche. Und schon nach wenigen gespielten Sekunden durfte sich Kayson Gallant nach einem abgefälschten Schuss zum 2:2 feiern lassen. Minuten später dann wiederum Jubel auf Seiten der Kundler, die einen schönen Powerplaytreffer durch Maxi Agerer in der 45. Minute bejubeln konnten. Das Momentum nun klar auf Seiten von Mitterdorfer & Co. Chancen zum 4:2 in Hülle und Fülle. Und wenn man dem Kundler Team an diesem Abend etwas absprechen konnte, dann sicherlich und leider die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tormann. Die Tore, welche man nicht schießt … eine Weisheit, welche sich auch an diesem Abend bewahrheiten sollte. Ein harmloser und abgefälschter Schuss senkte sich zum Staunen aller Protagonisten unhaltbar zum 3:3 ins Kundler Tor. Beide Teams mit offenem Visier nun Richtung Entscheidung unterwegs. Das bessere und glücklichere Ende jedoch auf Seiten der Kufsteiner, die in der 58. Minute den 4:3 Führungstreffer erzielten. Obwohl man bis zur Schlusssirene noch einmal sämtliche Kräfte mobilisierte, den Tormann vom Eis nahm und auf den Ausgleich drängte, musste Sekunden vor Schluss der Treffer zum finalen 3:5 hingenommen werden. Somit blieb eine tolle kämpferische Leistung leider unbelohnt.

Weiter geht es am Dienstag mit dem Heimpsiel gegen die Haie II.

Tore Kundl: Schild, Agerer, Gallant

#wirsinddiecrocodiles

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