Foto aus dem Archiv von Gerhard Kircher – unterland-foto.at

Trotz einer ordentlichen Leistung blieben die Punkte im gestrigen Auswärtsspiel im Ländle. Obwohl die Crocodiles im Augenblick nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzten und das nötige Glück nicht auf ihrer Seite haben, wäre beim amtierenden Meister mehr möglich gewesen. Jetzt gilt es aus der knapp verloren Begegnung das Positive mitzunehmen, damit man in der nächsten Runde beim ersten anstehenden Bezirksderby gegen Kufstein das Punktekonto wieder füllen kann.

Mit dem ersten Schuss auf das Kundler Tor nach nur wenigen Sekunden überraschten die Steinböcke Torhüter Rainer und legten mit dem 0:1 die erste Duftmarke. Weitere stürmische Angriffe wurden von einem gut funktionierenden Kundler Kollektiv abgefangen. Und noch viel mehr, denn von Minute zu Minute wurden die Kundler mutiger und fanden immer besser ins Spiel. In der 14. Spielminute dann der zu diesem Zeitpunkt mehr als verdiente Ausgleichstreffer. David Gritsch, der seit Wochen mit ansprechenden Leistungen aufhorchen lässt, stellt mit seinem ersten Saisontor auf 1:1. Der Meister leicht konsterniert und ehe er sich von diesem Tor erholen konnte, stellte Adrian Schuster mit einem schönen Treffer auf 2:1 für die Crocodiles. Ein frühes Timeout der Gastgeber die logische Folge – Spielstand nach dem ersten Abschnitt jedoch 2:1 für Kundl.

Auch im Mitteldrittel die EHC`ler überlegen und jederzeit Herr der Lage. Wenn man jedoch etwas aussetzen konnte bzw. darf, dann ist es leider die mehr als bescheidene Ausbeute im Überzahlspiel. Denn würde hier die Effizienz stimmen, so hätten sich die Hohenemser über weitere Kundler Treffer nicht beschweren dürfen. Diesen hatte dann in der 32. Minute wiederum Adrian Schuster am Schläger, als er alleine vor dem Tor der Hausherren auftauchte, aber leider nur die Stange traf. Ein fehlerhafter Wechselfehler ermöglichte den Steinböcken einen Konter, den sie nur wenige Sekunden später und im Gegenzug zum 2:2 nutzten.

Unbeeindruckt die Kundler, die weiter am Drücker blieben. Und als alle nach einem tollen Solo von Schramm schon den nächsten Führungstreffer auf den Lippen hatten, rettete wiederum das Torgestänge für den bereits geschlagenen Vorarlberger Torhüter. Als sich beide Teams und auch die Zuschauer bereits mit einem Remis nach 40 Minuten einstellten und auf die Pausensirene warteten, gelang dem Meister wenige Sekunden vor Abpfiff durch eine Unachtsamkeit des Kundler Schlussmanns die 2:3 Führung.

Aber es blieben noch 20 weitere Minuten, um das Spiel zu drehen. Der Kundler Elan ließ jedoch nach und die Steinböcke ließen nun all ihre Routine spielen. Nur noch gelegentlich Gefahr vor dem Tor der Vorarlberger. Der letzte Biss und das letzte Aufbäumen, gebahrt mit dem Kämpfen bis zum Umfallen, dies wären die Zutaten gewesen, mit denen man die Steinböcke nochmals zum Wanken hätte bringen können. Abgezockter der Meister, der sieben Minuten vor Abpfiff das alles entscheidende 2:4 erzielte.

Nun gilt es, sich entsprechend auf das Derby vorzubereiten und unserem Team wieder das “Siegergen” einzuimpfen.

Tore: Scheiber (2), Juppala, Grafschafter bzw. Gritsch, Schuster Adrian

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