Nochmals Vollgas geben und das Unmögliche möglich machen, dies die gestrige Devise im Kundl Lager. Es folgte jedoch ein Start, der eher Richtung Alptraum zu kategorisieren war. Ehe sich die EHC`ler versahen und im Spiel angekommen waren, lagen die Gäste ohne große Gegenwehr und individuellen Fehlern der Gastgeber rasch mit 3:0 in Front. Dies auch der Spielstand nach dem 1. Drittel. Zu diesem Zeitpunkt sicherlich eine kleine Vorentscheidung.

Und schon nach wenigen Momenten im Mitteldrittel schlug es erneut im Crocodiles Kasten zum 0:4 ein. Unter Mithilfe der Hohenemser in der 25. Minute endlich ein Erfolgserlebnis für Schramm & Co. – Torschütze zum Anschlusstreffer Adrian Schuster. Und siehe da, unsere Mannschaft nun mit wesentlich mehr Dampf und Karacho. Nur eine Minute später erzielte Daniel Mitterdorfer durch einen wunderschönen Powerplay Treffer das 2:4. Sollte noch was möglich sein und der Favorit zu stolpern beginnen? Es sah fast so aus, denn in der 34. Minute fand ein Jagersbacher Kracher den Weg zum 3:4 ins Vlbgèr Gehäuse. Die Aufholjagd fand jedoch wenige Sekunden vor der erneuten Drittel ein jähes Ende und die Gäste erhöhten auf 3:5. Nochmals Kräfte sammeln und Vollgas war auch im Schlussabschnitt angesagt. Doch wieder ein allzuschneller Gegentreffer bedeutete das alles vorentscheidende 3:6. Die Schockstarre bei den Kundlern jedoch noch nicht eingetreten, denn in der 42. Minute brachte Daniel Mitterdorfer mit seinem zweiten Tor zum 4:6 die Kundler wieder zurück ins Spiel. Obwohl noch viele Chancen erkämpft wurden und der Gegner zu wanken begann, konnten unsere tapfer kämpfenden Jungs kein Kapital mehr daraus schlagen.

So musste man sich am Ende mit erhobenen Hauptes mit 4:6 geschlagen geben und dem Gegner zum Finaleinzug gratulieren. In zwei Halbfinalspielen, bis auf Ausnahme des Schlussdrittels in Hohenems und des Anfangdrittels in Kundl eine tadellose Leistung des letztjährigen Finalisten. Die Übermacht der Hohenemser, welche mittlerweile nur noch ehemalige Bundesligaprofis und Alpshockeyspieler in ihren Reihen haben, ist zu akzeptieren. Die Tatsache, dass wir ihnen in diesen zwei tollen Spielen ziemlichen Kopfweh bereitet haben, war für alle Kundl Protagonisten zum Abschluss aller ehrenwert. An dieser Stelle gebührt Michi Karrenberg, der bis zu seiner Erkrankung im Jänner den Crocodiles als Coach vorstand, ein großes Dankeschön für seinen Einsatz. Ebenfalls möchten wir Werner Strele für die letzten Wochen als Feuerwehrmann danke sagen. Kopf hoch, Boys und auf ein Neues!

Tore Kundl: Jagersbacher, Mitterdorfer, Schramm und Saringer